13.04.2012
RKI: Lyme-Borreliose: Seroprävalenz bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland
RKI: Epidemiologisches Bulletin 14/2012 vom 10. April 2012
Lyme-Borreliose: Seroprävalenz bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland.
Die hier beschriebenen Resultate sind das Ergebnis einer repräsentativen, seroepidemiologischen Untersuchung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Dabei wurden die Daten und Sera aus dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) genutzt. Die Ziele der Studie waren die Beurteilung der Verteilung der Seroprävalenz von LB und die Identifizierung potenzieller Risikofaktoren für eine Serokonversion.
Siehe auch Borreliose Wissen Nr. 25
KIGGS Studie entlarvt Schönrechnerei bei Borreliose.
Oder div. Pressemeldungen:
Jedes 14. Kind mit Borreliose infiziert
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Kongresse und Symposien
18.11.2009
Anhörung Lyme-Borreliose
Anhörung des Arbeitskreises Sozialpolitik der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg zum Thema "Lyme-Borreliose" am Dienstag, 17 November 2009
25.09.2007
Medizinische Gutachten bei Borreliose
Heiße Eisen für Ärzte
6. Oktober 2007, 13.30 Uhr, Frankfurt/Main
Die Landesärztekammer gibt fünf Punkte
Immer häufiger landen Patienten und Ärzte wegen Lyme-Borreliose vor Gericht. Meistens geht es um die versäumte rechtzeitige Diagnose, die ein chronisches Geschehen mit Berufsunfähigkeit hätte verhindern können. Aber auch Fehldiagnosen wie Multiple Sklerose, Fibromyalgie, Depression, unnütz operierte Knie, Schultern oder Karpaltunnelsyndrom, Folgeschäden durch Rheumatherapeutika und Psychopharmaka rücken verstärkt in die Aufmerksamkeit der Patienten. Sehr oft geht es um Ansprüche an Berufsgenossenschaften (Berufskrankheit Nr. 3102), vor allem wenn unterschiedliche Ärzte den Leidensweg des Patienten, die Ursachen der Beschwerden und vor allem die Laborserologie völlig konträr bewerten.
Privatdozent Dr. med. Walter Berghoff, Facharzt für Innere Medizin und Ärztlicher Gutachter für Behandlungsfehler, Rheinbach, berichtet am Samstag, den 6. Oktober, 13.30 Uhr in der Tagungsstätte Hoffmanns Höfe, Heinrich Hoffmann-Straße 3, Frankfurt am Main, auf dieser Informationsveranstaltung des Borreliose und FSME Bundes Deutschland e.V. (BFBD von seinen vielfältigen Erfahrungen, von typischen Fehlern und taktischen Strategien. Der Eintritt ist frei. Die Landesärztekammer Hessen hat fünf Fortbildungspunkte bewilligt.
06.12.2006
4. Borreliose-Forum am 2. Dezember in Leipzig
Die Leipziger Veranstaltung war, wie der Inititator Gert Schlegel mitteilte, mit 230 Teilnehmern überfüllt. Obwohl am gleichen Tag eine Ärzteweiterbildung stattfand, waren neben den Referenten mehr als 30 Ärzte und etwa 10 Medizinstudenten anwesend. Hauptreferenten waren neben Gert Schlegel, Leiter der Selbsthilfegruppe Leipzig und Vorstandsmitglied des Borreliose Bundes Deutschland e.V., Prof. Dr. Baerwald, Mitglied der in Sachsen etablierten Arbeitsgruppe Borreliose, Privatdozent Dr. Reinhard Straubinger, Zeckenforscher der Veterenär-Fakultät, Prof. Dr. Rüdiger von Baehr, Inernist, Immunologe und stellvertretender Vorsitzender der Borreliose-Gesellschaft e.V. sowie Dr. Hans Peter Gabel, Wolfenbüttel. Die Moderation lag bei Prof. Dr. Johannes Roßner, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Borreliose-Gesellschaft.
Zu gegebener Zeit ist bei der Borreliose-Selbsthilfegruppe Leipzig eine CD und DVD als Zusammenschnitt erhältlich.
04.12.2006
Kongress-DVD Augsburg
Sämtliche Vorträge des 1. Europäischen Symposiums für Zecken-übertragene Erkrankungen am 11. November 2006 in Augsburg sind jetzt als 6-stündiger Mitschnitt auf DVD für 20 Euro zuzüglich Versandkosten erhältlich bei www.zectect.de
25.11.2006
Borreliose und Depression
Ausgerechnet zum Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (22. bis 25. November 2006) in Berlin erschien ein neues Buch „Psychotherapie der chronischen Depression“, Verlag Elsevier, das vom Titel geeignet war, große Hoffnungen in Borreliose-Kranken zu wecken und dabei maßlos enttäuschte.
Obwohl im Vorwort betont wird, dass dem Werk große Sorgfalt gewidmet sei und es dem derzeitigen Wissensstand entspräche, fehlt in der Differenzialdiagnostik jeglicher Hinweis auf infektiologische Ursachen. Günther Binnewies, Vorsitzender des Borreliose Bund Deutschland e.V.: „Dies weist offenbar auf eine Spaltung der Psychiatrie hin, wie sie in der Praxis beobachtbar ist: die ethische Verunglimpfung von mit psychischen Symptomen behafteter Patienten mit einem infektiologischen Hintergrund. Dies birgt Potenzial, das geeignet ist, unser Gesundheitssystem zu sprengen, sowohl ethisch, wie moralisch und auch der Kosten wegen“
Denkwürdig ist, dass auf diesem Kongress ein Preis ausgelobt wurde gegen die „Stigmatisierung von Menschen mit phsychischen Erkrankungen“. Der Borreliose Bund Deutschland e.V. hat sich mit seinem Manifest "gegen psychosomatische Verharmlosung der Borreliose" daran beteiligt, nicht um zu gewinnen, sondern um Flagge zu zeigen.
01.05.2006
Rickettsien und Krim-Kongo-Viren
Der Rostocker Tropenmediziner Prof. Emil Reisinger, Mitentwickler der Gasser-Therapie gegen Borreliose, warnte auf dem im April stattgefundenen Internistenkongress in Wiesbaden vor weiteren Erregern, die durch Zecken übertragen werden. Bis zu neun Prozent der Zecken in Deutschland würden DNA von Rickettsia helvetica aufweisen und es sei mit einer Zunahme dieser Infektionen zu rechnen.
Erste Anzeichen seien hohes Fieber, Schweißausbrüche und Hautausschläge wie bei manchem grippalen Infekt. Rickettsiosen würden durch Antikörper-Nachweis diagnostiziert. Zur Therapie – so die Ärztezeitung – würden sich Tetrazykline oder Chinolone eignen.
Reisinger warnte auch vor einer neuen Virusinfektion, die von der Krim nach Westen wandern werde. Die sogenannte Krim-Kongo-Infektion gehöre zu den hämorrhagischen Fiebern und werde ebenfalls von Zecken übertragen.
03.04.2006
Fulda - Hauptversammlung des BBD am 1./2. April 2006
Künftig nur noch Privatrezepte für Kassenpatienten?
Die heiße Phase der Ärzteproteste und das Ringen um Kompromisse der Großen Koalition in Sachen Gesundheitspolitik holten auch die jährliche Hauptversammlung des Borreliose Bund Deutschland e.V. (BBD) am 1. und 2. April 2006 in Fulda ein. Dr. Jörn Voigt, Kinderarzt aus dem südhessischen Groß-Umstadt, berichtete nicht nur von unvernünftigen Eltern, die ihn zu Weilen zu Labortests nötigen, um einen zweifelhaften Therapieerfolg nach Antibiose dokumentiert zu wissen. Er sprach auch von den Nöten als niedergelassener Arzt, der bei Zweifeln an einer Borreliose nicht die volle Breitseite an Diagnostik fahren könne sondern angesichts des Zwangs seiner wirtschaftlichen Situation eine ärztliche Entscheidung zu treffen habe. Er sehe durchaus die Situation vor Augen, dass Niedergelassene, sollten sich die gesundheitspolitischen Vorgaben nicht ändern, künftig auch Kassenpatienten nur noch Privatrezepte ausstellen könnten.
16.03.2006
Borreliose Update 1./2. April 2006
Der Borreliose Bund Deutschland e.V., Bundesverband der Borreliose-Selbsthilfe, lädt zu seiner Jahreshauptversammlung nach Fulda ein. Am Samstag, den 1. April spricht Dr. med Jörn Voigt, Groß-Umstadt, ab 13.15 Uhr über Borreliose bei Babys, Klein- und Schulkindern. Danach referiert Dr. med. E. Boss, Leitender Arzt der Schmerzklinik am Arkauwald, Bad Mergentheim über Therapeutische Lokalanästhesie zur Besänftigung des Schmerzgedächtnissen und was Reha bei Borreliose vermag. Der Eintritt ist für jedermann frei.
06.12.2005
Ökologische Rundgespräche ohne Patienten
Am 11. Oktober 2004 trafen sich in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 31 Teilnehmer, darunter Ärzte, Mikrobiologen, Journalisten, Landschaftökologen, Veterinäre, Förster und Jäger, um über die Ökologie der Borreliose, FSME und des Fuchsbandwurm zu diskutieren. Das im September 2005 dem Borreliose Bund Deutschland e.V. angebotene Druckwerk (Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München, ISBN 3-89937-059-7) offenbart einmal mehr die Verharmlosung der Borreliose; vor allem betrieben durch Dr. med. Volker Fingerle, Nationales Referenzzentrum Borrelien (NRZ).
Nicht nur reduzierte er die Zahlen der Infektionserkrankung auf „in Einzelfällen auch schwer verlaufend“. Schwere chronische Verläufe stellten nur die Ausnahme dar. Für die Diagnostik stünden offizielle Richtlinien – basierend auf kontrollierten Studien und Expertenmeinungen – als Grundlage ärztlichen Handelns zur Verfügung. Den Antikörpernachweis als Stufendiagnostik bezeichnete er als „anspruchsvolle mikrobiologische Diagnostik“. Die Sensitivität des Antikörpernachweises läge bei nahe 100 Prozent.
31.10.2005
Kinder mit Borreliose
Prof. Dr. med. Hans-Iko Huppertz ließ sich entschuldigen. Der Leiter des Zentrums für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Professor-Hess-Kinderklinik, Bremen, und schickte zum 5. Kasseler Borreliose-Symposion (29.10.05) einen sehr unterhaltsamen Dr. Frank Weller. Was ihm an Fakten und Erfahrungen elegant über die Lippen lief, ließ die Anwesenden, darunter auch eine Kinderärztin, schlucken.
Nicht der Rede wert?
Als Spontanheilungsquote bei Kindern gibt Huppertz mehr als 99 Prozent an. Bei Kindern gäbe es in der Regel außer dem Erythema migrans und einem Lymphozytom – die Hauptsymptome bei etwa 80 Prozent der Fälle - kaum weitere Symptome. Meningitis und Fazialisparese gehörten mit zehn Prozent sowie die chronische Arthritis mit ebenfalls zehn Prozent zu den Nebenschauplätzen. Bei Kindern unter 16 Jahren seien 100 bis 150 Kinder von 100.000 von Borreliose betroffen; Jungs mehr, weil sie vermutlich häufiger draußen spielen als Mädchen. Insgesamt dürfe man von 2000 Schülern bei 150 einen positiven Titer erwarten; an Borreliose erkrankten davon letztlich nur drei.
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